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Ägyptische Götter 
Ägyptische Mythologie 





Ägyptische Mythologie

(von Flaire)

1. Mythologie & Enstehung

Die Mythologie im alten Ägypten beruht auf dem Totenglauben und aus den Anrufungen, die eine große Zahl von Gottheiten mit ganz persönlichen Charakter darstellen. Die Mythologie des Ägypten besteht aus 4 eigenen Strukturen. Als 1. steht die Schaffung der Welt ganz oben, danach folgen die Gottheiten, die Sonnenanbetung und die Begräbnisrituale.

Nach der ägyptischen Schöpfungsvorstellung gab es am Anfang nur den Ozean. Dann entstand Re, die Sonne, aus einem Ei, das an der Wasseroberfläche erschien. Re gebar vier Kinder, die Götter Shu und Geb sowie die Göttinnen Tefnut und Nut. Shu (ägyptisch: Luft, Leere) und Tefnut (ägyptisch: Feuchtigkeit) bildeten die Atmosphäre. Sie standen auf Geb, der Erde, und zogen Nut, den späteren Himmel, auf. Geb und Nut hatten zwei Söhne, Set und Osiris, sowie die beiden Töchter Isis und Nephthys. Osiris folgte Re in der Herrschaft über die Erde, unterstützt von seiner Schwester-Frau Isis. Set aber hasste seinen Bruder und tötete ihn. Daraufhin balsamierte Isis den Körper ihres Mannes mit Hilfe des Gottes Anubis ein. Die mächtigen Zaubersprüche der Isis erweckten Osiris wieder zum Leben, der später als König der Unterwelt das Reich der Toten regierte.
Horus, der Sohn von Osiris und Isis, besiegte Set in einer Schlacht und wurde zum König der Erde.

Aus diesem Schöpfungsmythos entstand einerseits die Vorstellung einer Götter-Neunheit und andererseits die der Triade. Die Götter-Neunheit, der jeder örtliche Tempel in Ägypten huldigte, bestand aus Re, seinen Kindern und Enkeln, die in Heliopolis, dem Zentrum der ägyptischen Sonnenverehrung, angebetet wurden. Der Ursprung der lokalen Gottheiten ist unbekannt. Man geht jedoch davon aus, dass einige von ihnen aus früheren Religionen übernommen wurden. Allmählich verschmolzen die lokalen Götter zu einem System. Neben der Neunheit und der Triade spielten folgende Götter eine besondere Rolle: Amun (Fruchtbarkeitsgott), Ptah (Vatergott) und Hapi (Nilgott) sowie die Göttinnen Mut (Muttergöttin) und Hathor (Himmelsgöttin). Ihre Bedeutung wuchs mit dem Aufstieg der jeweiligen Regionen, wo sie vererht wurden.

Der einzige wichtige Gott, der durch alle Zeiten hindurch verehrt wurde, war Re, der Herrscher der kosmischen Gottheiten, von dem die frühen ägyptischen Könige ihre Herkunft ableiteten. Zu Beginn des Mittleren Reiches wurde die Verehrung von Re zu einer Art Staatsreligion erhoben.
Während der 18. Dynastie benannte der Pharao Amenophis III. den Sonnengott in Aton um, einem alten Begriff für die Kraft der Sonne. Amenhoteps Sohn und Nachfolger Echnaton setzte die alleinige Verehrung Atons durch. Obwohl Echnatons Sonnenkult die Kultur seiner Zeit prägte, war dieser nicht von Dauer, und nach seinem Tod kehrten die Ägypter zum Glauben an mehrere Götter zurück! Das alte Ägypten konnte somit teilweise wieder aufleben.

Der Totenkult ist der wichtigsten Glaube in Ägypten. Die alte Urmacht "Ka", soll die Menschen von Geburt an bis in den Tod begleitet haben. Da man im
Reich der Toten jedoch nicht ohne Körper weiterleben konnte, wurde mit der Methode der Isis, die ihren toten Bruder einbalsamierte, der Totenkult geführt und der Leichnam wurde dementsprechend mumifiziert und zum Schutze, für sich und andere in einem prachtvollen Sarg mit Essen und Trinken, sowie den Kanopen verschlossen. Das ägyptische Totenbuch sollte der Seele auf ihrer Reise ins Jenseits helfen und die Verwesung des Körpers zu verhindern. Voraussetzung dafür war, dass der Verstorbene die Verse des Buchs zu Lebzeiten gelernt und gelesen hatte.

2. Religion

Der Islam ist Staatsreligion; die Verfassung garantiert jedoch die freie Religionsausübung. Etwa 90 Prozent der Ägypter sind sunnistische Muslime.
Nach den offiziellen ägyptischen Schätzungen stellen die "christlichen Kopten" (christliche Kirche im Ägypten) mit weniger als drei Millionen Gläubigen die größte religiöse Minderheit; die koptische Kirche selbst gibt die ihrer Mitglieder mit sieben Millionen an. Weniger als 1 Prozent der Bevölkerung gehört der griechisch-orthodoxen, der katholischen Kirche bzw. verschiedenen protestantischen Kirchen an. Neben all diesen "großen" Religionen gibt es in Ägypten zahlreiche kleinere jüdische Gemeinden und Sekten.