|  Home  |  Götter & Daimonen  |  Ägypten  |  Babylon  |  Germanen  |  7 Tage  |  Kabbala  |  Symbole  |  Dimensionen  |  Magie  |  Magischer Weg  |  Mondphasen  | 



Der Turm zu Babel 
Breugel 
Miniatur 
Kircher 
Rekonstruktion 
Ruine 
Babylonische Mythologie 
Die Götter der Babylonier 
Magan - Schrift 
I. Teil 
II. Teil 
III. Teil 
IV. Teil 
V. Teil 
Gilgamesch Epos 





II. Von den Geschlechtern der Alten

  1. UTUKK XUL.
    Die Berichte der Geschlechter
    Der Alten sind hier wiedergegeben,
    Der Geschlechter der Alten
    Sind hier erinnert.
  2. Kälte und Regen, die die Dinge abschleifen,
    Sie sind die Bösen Geister,
    Bei der Schöpfung ANUs in die Welt gesetzte
    Plagegötter,
    PAZUZU
    Und die Geliebten Söhne von ENG,
    Die Abkömmlinge von NINNKIGAL;
    Oben zerreißen sie in Stücke,
    Unten bringen sie Zerstörung.
    Sie sind die Kinder der Unterwelt,
    Oben brüllen sie laut,
    Unten schnattern sie eklig;
    Sie sind das bittere Gift der Götter,
    Die großen Stürme vom Himmel.
    Solches sind sie.
    Die Eule, der Bote von UGGI,
    Herr des Todes,
    Solches sind sie.
    Sie sind die Kinder,
    Auf der Erde geboren,
    Die in der Schöpfung
    ANUs in die Welt gesetzten.
  3. Die höchsten Mauern,
    Die dicksten Mauern,
    Die stärksten Mauern
    Durchdringen sie wie eine Flut,
    Von Haus zu Haus
    Richten sie Verheerung an;
    Keine Tür kann sie aussperren,
    Kein Riegel sie zurückhalten.
    Durch die Tür schlüpfen sie wie die Schlange,
    Durch die Riegel blasen sie wie die Winde,
    Ziehen die Frau aus der Umarmung ihres Mannes,
    Schnappen das Kind aus den Lenden des Menschen,
    Verbannen den Mann aus der Heimat.
    Sie sind die verbrennende Pein,
    Die sich auf den Rücken des Menschen drückt.
  4. Sie sind die Ghoule,
    Der Geist der Hure, die in den Straßen starb,
    Der Geist der Frau, die beim Gebären starb,
    Der Geist der Frau, die weinend starb mit dem Kind an der Brust,
    Der Geist eines schlechten Mannes,
    Eines, der ständig in den Straßen verkehrte,
    Eines, der ständig in den Betten verkehrte.
    Es sind Sieben!
    Sieben sind es!
    Jene Sieben wurden in den Bergen des MASSCHU geboren,
    Magie genannt;
    Sie wohnen in den Höhlen der Erde,
    An den wüsten Orten der Erde leben sie,
    An den Orten zwischen
    Den Orten,
    Unbekannt in Himmel und Erde.
    Sie wurden als Schrecken aufgeboten,
    Die Älteren Götter kennen sie nicht.
    Sie haben keinen Namen,
    Nicht im Himmel,
    Nicht auf der Erde.
    Sie reiten über den Berg des Sonnenuntergangs,
    Und auf dem Berge des Dämmerung schreien sie,
    Durch die Höhlen der Erde kriechen sie,
    An den wüsten Orten der Erde liegen sie,
    Nirgends sind sie bekannt,
    Nicht im Himmel,
    Nicht auf der Erde
    Sind sie entdeckt.
    Denn ihr Ort ist außerhalb unseres Ortes,
    Und zwischen den Winkeln der Erde
    Liegen sie und lauern,
    Ducken sich um das Opfer,
    Sie sind die Kinder der Unterwelt.
  5. Fallen wie Regen vom Himmel,
    Kommen wie Dunst aus der Erde.
    Türen halten sie nicht,
    Riegel halten sie nicht;
    Sie gleiten durch die Türen wie Schlangen hinein,
    Sie treten durch die Fenster wie Wind hinein.
    IDPA sind sie, kommen zum Kopfe hinein.
    NAMTAR sind sie, kommen zum Herzen hinein
    UTUK sind sie, kommen zur Stirn hinein.
    ALAL sind sie, kommen zur Brust hinein.
    GIGIM sind sie, packen die Därme.
    TELAL sind sie, greifen die Hand.
    URUKU sind sie, große Larvae, nähren sich von dem Blute.
  6. Es sind Sieben!
    Sieben sind es!
    Sie bemächtigen sich all der Türme
    Von UR bis NIPPUR;
    Doch UR kennt sie nicht,
    Doch NIPPUR kennt sie nicht.
    Sie haben gestürzt die mächtige
    All der mächtigen Städte der Menschen.
    Doch der Mensch kennt sie nicht.
    Doch die Städte kennen sie nicht.
    Sie haben die Wälder des Ostens niedergeworfen.
    Sie haben die Länder des Westens überflutet.
    Doch der Osten kennt sie nicht,
    Doch der Westen kennt sie nicht.
    Sie sind die Hand, die dich am Nacken packt,
    Doch der Hals kennt sie nicht
    Und der Mensch kennt sie nicht.
    Ihre Worte sind ungeschrieben,
    Ihre Zahlen sind unbekannt,
    Ihre Formen sind jede Form,
    Ihre Wohnorte die wüsten Plätze,
    Wo die Riten vollzogen werden,
    Ihre Wohnorte
    Die Schlupfwinkel der Menschen, an denen ein Opfer dargebracht wurde.
    Ihre Wohnorte,
    Die Länder hier,
    Die Städte hier,
    Die Länder zwischen den Ländern,
    Die Städte zwischen den Städten,
    In Räumen, die kein Mensch je betrat,
    In KURNUDE,
    Dem Land, von Wo kein Reisender zurückkehrt,
    In EKURBAD,
    Am Altar des Tempels der Toten,
    Und in GI UMUNA,
    An der Brust ihrer Mutter,
    An den Fundamenten des CHAOS,
    In den ARALIYA von MUMMU TIAMAT,
    Und an den Toren
    IAK SAKKAKs!
    Geist der Luft, erinnere dich!
    Geist der Erde, erinnere dich!